Und wieder ein spannender Bericht aus der Tiersuche:


Wenn Besitzer, Pflegestelle und Berater Hand in Hand arbeiten, dann kann ein Fall ein Bilderbuchende haben, wie bei der hübschen Zara!

 

Übernehmen wir als Berater einen Fall, so berufen wir uns auf unser jahrelanges und über alle K-9® Stützpunkte erarbeitetes Wissen und trotzdem ist und bleibt jeder Fall individuell. Die Erfahrungen haben uns gelehrt was funktioniert, erfolgreiche Einsätze geben uns Recht und trotzdem hoffen auch wir Berater, dass unser Plan aufgeht. Wir fiebern mit, haben teilweise schlaflose Nächte und bei jedem Telefonklingeln hoffen wir, dass die erlösende Nachricht kommt, dass das gesuchte Tier wieder zurück ist.

Landet ein Fall bei mir, so wissen Familie und Freunde schon, dass wenn ich davon rede, dass „mein Hund“ wieder da ist, meistens nicht die Rede von meinen tatsächlichen Hunden ist.

Die Info von Zara, einer jungen Mischlingshündin, erreichte mich einen Tag nach ihrem Entlaufen. Bis dahin hatten die Besitzer und die vorherige Pflegestelle schon einiges unternommen. Mein Rat ab sofort nicht mehr aktiv zu suchen und Ruhe zu bewahren war für alle Beteiligten schwer auszuhalten, aber alle hielte sich vorbildlich genau an meine Tipps und Empfehlungen. 

Die Besitzer kümmerten sich um Flyer, welche in der ganzen Gegend aufgehängt wurden, während die Pflegestelle gezielt Heimwegschleppen zum Haus der Besitzer legte. Leider gab es zunächst keine Sichtungen von Zara, aber am folgenden Tag erhielten wir die erlösende Nachricht, dass Zara nur 1,5 km von zuhause gesehen wurde. Die Pflegestelle machte sich sofort auf den Weg dorthin, legte noch ein paar kurze Spuren um dann am Auto zu warten, doch Zara traute sich nicht aus ihrem Versteck. Immer wieder versuchte ich die verzweifelten Besitzer und die Pflegestelle zu beruhigen und sprach ihnen Mut zu. 

Und dann am nächsten Vormittag erreichte mich ein Anruf der Besitzerin. Zara war gerade bei ihr im Vorgarten, stand direkt vor ihr und schaute sie an, verschwand dann aber wieder. Ich sagte der Besitzerin, wie sie sich verhalten sollte. Wieder einmal kam der quälende Rat jetzt nichts zu tun, außer abzuwarten, alles aufzulassen, sie nicht anzugucken oder anzusprechen, wenn sie noch einmal kommt. Kurze Zeit später kam Zara dann tatsächlich wieder, ging in den Garten, guckte vorsichtig um die Ecke, um sich dann zur Besitzerin zu setzen und mit ihr zu kuscheln.

„Mein Hund ist wieder da“

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Besitzer und die Pflegestelle, dass Sie mir vertraut haben und all das befolgt haben, was ich Ihnen geraten haben. Ich freue mich, dass ich Ihnen in diesen Tagen helfend zur Seite stehen konnte und bedanke mich für ihr Lob.

Kristina

Zara 1