Aktuelles aus der Tiersuche: "Odyssee von Pelle auf Sylt"

Erstellt: 19.März 2019 | Geschrieben von Axel Pellner

Am Montag, den 4. März 2019, übernahm ich aufgrund guter Ortskenntnisse den Fall Pelle.

Der Besitzer verbrachte einen Kurzurlaub auf Sylt mit Pelle, einem 2,5 Jahre alten Pudel-/Cocker-Mix, der Fremden gegenüber sehr scheu ist. Am 2. März übergab er Pelle einem Hundesitter, dem Pelle im Ort Archsum mit Halsband und Leine entwischte.

Noch in der gleichen Nacht startete eine groß angelegte Suchaktion, an der sich viele Dorfbewohner (gut gemeint) beteiligten. In Folge dieser Unruhe lief Pelle zum 3,5 km entfernten Nachbarort Morsum.

Hier wurde Pelle mehrfach gesehen, so dass ich zur sogenannten KSM (Klappstuhlmethode) und HWS (Heimwegschleppe) riet.

Unglücklicherweise musste in dem Gebiet ein Personen-Sucheinsatz mit Hunden, Polizei, Feuerwehr und Rettungshubschrauber durchgeführt werden. Daraufhin wurde Pelle am nächsten Tag wieder in Archsum gesichtet – also KWS und HWS dort. Allerdings gab es auch wieder in der Nähe von Morsum eine Sichtung. Ich war inzwischen selbst auf der Insel eingetroffen, um dort einen Kurzurlaub zu machen, so dass ich auf Pelles „Laufstrecke“ zwischen Archsum und Morsum eine Futterstelle mit Kamera einrichten und WWS legen konnte, nachdem Besi abreisen musste.

Gundula half, auf Sylt angekommen, beim Flyern aus und richtete eine neue Futterstelle mit Kamera in Archsum ein, denn Pelle war dorthin wieder zurück gewandert....

Und auch der Besi traf wieder auf der Insel ein und stand in Archsum für KSM zur Verfügung. Am 14. März kam endlich der erlösende Anruf: Pelle’s Leine hatte sich auf einem Grundstück in der Nähe zur KSM-Position verfangen. Pelle konnte gesichert und Besi übergeben werden. Er hat zwar etwas Gewicht verloren, eine Zecke musste entfernt und eine kleine Hautverletzung versorgt werden, aber ansonsten hat Pelle seinen „Ausflug“ gut überstanden.

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